Donnerstag, 4. Mai 2017

Zwischen den Welten

Ja, zugegeben, gestern war ich arg garstig. Der Beitrag richtet sich um das kurz zu sagen, null gegen Mamas die einfach lieb trösten wollen und einfach ein paar liebe Worte schenken möchten.
Nein, alles fing damit an, dass ich eine Bekannte traf. Die erzählte mir von ihrer Tochter, ein paar Monate jünger als mein Goldstück jetzt wäre und jammerte wie aaaanstrengend das Leben mit Kind sei und hätte sie das vorher gewusst, hätte sie es sich nochmal überlegt.. hmpf.. erster Treffer.
Dann Gequassel, dass sie nicht zum Nägel machen gehen kann...- joar juckt mich nicht, sorry-, dachte ich nur... und dann erzählte sie mir, dass sie meine Geschichte ja einer anderen Mutter erzählt hat und man sich ja nur als Mutter mit lebendem Kind vorstellen kann, was es heißt...- hmmm joar, ich bin mir sicher du kannst meine/unsere Gefühle sichi besser nachvollziehen als wir selbst....-
Dann fing sie an, dass ihre Tochte Schwierigkeiten hat mit dem Bäuerchen... und ich habe ihr einen Tipp gegeben, was sie doch mal versuchen soll, der Tipp kam aus meinem Geburtvorbereitungskurs und ja, er hat sowohl meiner Nichte geholfen, als auch der Kleinen einer Freundin. Ich weiß also, dass er helfen kann,...
Und was macht die Kuh? Blafft mich an, ob ich mich da nicht etwas überschätze, einer Mutter einen Tipp zu geben, ich selbst wäre ja keine Mama...
Ich habe mich umgedreht und bin gegangen und doch hatte ich danach Frust und musste ihn mir von der Seele schreiben. Solche Mütter gehen gar nicht sorry! Zumindest für mich nicht. Ich hoffe ihr versteht welche Art von Mensch ich da gestern gemeint habe...
Denn ja, es stimmt ja, ich bin zwischen den Welten. Meine Art des Mutter-seins, wird von dem Großteil der Gesellschaft nicht verstanden. Mama ohne Baby ist eine Oxymoron, etwas was ja eigentlich nicht möglich ist. Entweder du hast ein Kind und bist Mama oder du hast keins und bist nicht Mama, so die Definition. Aber doch sind wir Mamas, wir schenken dem Rest der Welt das Funkeln der Nacht mit unseren Sternenkindern und so sind unsere Kinder zwar nicht sichtbar in der eigentlichen Kinderform aber doch zu sehen. Unsere Kinder brauchen den Kontrast des Nachthimmels um aus dem Dunkeln unserer trauernden Seele zu erstrahlen.
Bei Tageslicht haben die wenigsten Angst, erst in der Nacht kommen die Schattenmonster, erinnere mich an meine eigene Kindheit, irgendwer muss da ja helfen und da kommen wir ins Spiel, wir bringen Licht ins Dunkel, dort wo es am Dunkelsten ist, fängt etwas an zu strahlen, das sind unsere Kinder.
Den inneren Konflikt bei der Geburt, den muss ich keiner Sternenmama erklären, man ist glücklich wie nie und doch traurig wie selten (Die Sportfreunde Stiller bringen diese Gefühle übrigens für mich auf den Punkt mit ihrem Lied "Zwischen den Welten".)..... Jetzt driften meine Gedanken wieder ab.. sorry. :-)
Noch ein kurzes Fastenupdate von mir: Ich mache viel Sport, es geht mir  sehr gut, Arztcheck war hervorragend! Das freut mich, denn gesund und überwacht sollte Fasten sein! Allerdings schlabbert-wabbert mein Körper jetzt irgendwie mehr, was etwas demotivierend ist, denn ich geb mir echt alles für meine Verhältnisse beim Sport, aber jaaa, gut Ding will Weile haben oder so. Mein Göttergatte macht ja auch mit und während man es mir noch gar nicht richtig ansieht, hat er sich quasi halbiert in den zwei Wochen... unfair oder?  Ich hör jetzt mal noch ein bisschen die Sportis in Dauerschleife mit "Zwischen den Welten" und rödel weiter....
Und fühlt euch alle gedrückt!!!

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