Mittwoch, 31. Mai 2017

Lernen seine Trauer auszudrücken

Jemand, den ich nicht persönlich kenne, aber mich doch sehr berührt und mein Schicksal teilt, dieser jemand ist zum zweiten Mal Sternenmama geworden und es bricht mir das Herz! Nicht du fügst mir Leid zu, mein Herz, sondern die Tatsache, dass ich keine Mama da draußen davor schützen kann und niemand davor sicher ist, ohne Angst davor zu machen.
Dieser Moment, wenn deine Welt plötzlich zusammenbricht. Du stehst im strahlenden Sonnenschein vor einer atemberaubenden Kulisse. Eine Steilküste, der Horizont breitet sich mit einem wundervollen Glitzern vor dir aus, du siehst die Zukunft, endlich atmest du durch. Du bist frei, der Wind zerzaust dir die Haare, vor dir geht es steil runter, aber du stehst sicher. Denkst du.
Und plötzlich bist du unter Wasser, es ist kalt, dein Sommerkleid, was eben noch im Wind wehte, zieht dich mit Wasser vollgesogen in die Tiefe.
Die so standhaften Klippen hatten Risse, doch man hat dich dennoch darauf gehen lassen.
Dein frischerbautes Wolkenschloß konnte dem Riss nicht standhalten und nun ist diese Klippe mit dir ins Meer gestürzt, der Boden unter den Füßen ist einfach weg und du willst Luft holen, doch da ist nur Wasser. Kalt, dunkel, salzig.
Deine Ohren rauschen von dieser Tiefe und du weißt nicht wo du bist, zu nah am Meeresboden, versuchst dennoch nach oben zu kommen.
Du bist wieder da wo du begonnen hast, unter Wasser, tauchst auf, versuchst an Land zu schwimmen, aber du bist müde.
Nachts wachst du auf, wie ein Schiffbrüchiger im eigenen Traum. Die Tränen sind echt. Kein Traum. Sie erinnern einmal mehr an den Untergang, salzig.
Die Silhouette von dem was man niemals mehr bei sich haben wird, tief in die Seele eingebrannt, sitzt du da. Weil du nun mehr bist, als du jemals dachtest sein zu können und dabei doch so einsam wie nie warst.
Ich will dich aus diesem Sog retten, jede da draußen im Strudel, aber auch ich kämpfe. Bin gekentert, gestrandet, alles auf Anfang und da steht man wieder. Und kann es selbst nicht fassen. Der Kampf gegen die Gezeiten, den man nur verlieren kann, wenn man nicht mit ihnen geht.
Und doch möchte ich dir einen Geschichte erzählen. Angelehnt ist diese Geschichte an die von Emily Perl Kingsley " Willkommen in Holland". 
Nur wir landen in Kanada, auf einem anderen Kontinent. Auch wollten wir nicht nach Italien, wir wollten eine Weltreise beginnen. Eine Weltreise die unser Leben verändern sollte, wir wollten eine neue Welt entdecken, wo wir doch bisher nur unsere eigene kleine Welt kannten. Wollten aufbrechen und haben den Flughafen mit allen Kontrollen hinter uns gelassen, Gepäck aufgegeben und saßen im Flugzeug. Hatte man uns nicht gesagt, dass das Fliegen sicher sei? Und doch sind plötzlich die Sauerstoffmasken aus der Decke gekommen und wir sind mitten in Kanada abgestürzt. Irgendwo im Nirgendwo, wir leben, aber mehr auch nicht.  Um uns ist der Tod und wir rennen weg, panisch, verwirrt, verzweifelt. Rennen, weil wir sonst nicht wissen was wir machen sollen, wir wissen nur, wir müssen da weg sonst sterben wir auch.
Wir haben erst mal keine Ahnung wo wir sind, wo ist hier Zivilisation? Nach dem anfänglichen Schock realisieren wir immer mehr, dass wir irgendwas finden müssen um zu überleben, machen die erste Pause um Luft zu holen, Wasser zu trinken, wir versuchen uns zu  orientieren. Überall stehen Bäume, Nebel, es ist kalt. Abgestürzt in der Fremde, niemand der uns findet, der uns helfen kann.
Aber irgendwann sehen wir dann endlich Umrisse, eine Hütte im Wald, unser erster Unterschlupf. Wir können uns etwas ordnen, frisch machen, eine Pause, sind geschützt und haben etwas zu essen, wir kommen etwas zu Kräften und können unsere Lage analysiere. Wir wissen was passiert ist, kennen unsere derzeitige Lage, das macht es nicht besser aber hilft uns selber etwas, wenn schon kein anderer einem helfen kann. Und so bleiben wir in dieser Hütte, wir sind erstmal sicher, richten uns in der neuen Situation ein, lernen unsere Umgebung dort kennen, fangen sogar ab und an einen Fisch im Fluß, wenn uns der Dosenfraß nervt. Das sind Highlights, aber kein Alltag.
Bis zu dem Tag, an dem unser Schock sich verändert hat und wir weiter wollen, wir wollen Menschen finden, sind einsam, vielleicht haben ja sogar ein paar andere Menschen überlebt beim Absturz?
Wir packen uns also einen Rucksack und nehmen uns die Dinge mit, die uns Sicherheit geben und merken uns den Weg zur Hütte. Wir gehen und nach gar nicht langer Zeit kommen wir an den Waldrand. Das wir so nah an allem waren ohne es zu merken, so nah an Menschen, dass entsetzt uns etwas, so schnell hatten wir nicht damit gerechnet. Also bleiben wir lieber im Schatten und gucken uns an was da vor sich geht, ob es sicher dort zu sein scheint. Wir verstehen nicht alles und die Menschen dort scheinen auch nicht immer die gleiche Sprache zu sprechen, Französisch und Englisch. Und obwohl wir bis dato nur Englisch konnten, verstehen wir die französisch sprechenden Leute plötzlich in Perfektion. Wir merken dass wir dazu gehören, dass wir nun eine neue Identität haben und stapfen mutig aus dem Wald heraus.
Französisch liegt uns, Sprache des Herzens, können uns auf ihr gut ausdrücken, werden verstanden, während uns das Englische öfter mal Probleme bereitet oder besser gesagt die Kommunikation mit Nicht-Franzosen. Wir haben also überlebt, sind um die Weltreise betrogen worden, vermeintlich um all die Schönheiten dieser Welt und leben nun in Kanada. Dafür können wir eine neue Sprache und unsere Wertschätzung gegenüber vielem hat sich verändert. Unser Leben hier ist nicht schlechter als in Deutschland wo wir vorher gelebt haben, wenn auch nicht mehr so unbeschwert mit dem Mut zur Reise, auch wenn wir davon jede Nacht träumen. 
Aber schlecht ist es nicht, dieses Leben nach dem Absturz. Es ist achtsamer, wir fühlen mehr, haben tolle neue Persönlichkeiten kennen gelernt.
Diese reden von ihren geplanten Reisen und wir wollen auch wieder, das merken wir. Einige haben den Mut und besteigen wieder ein Flugzeug, denn wie wir mittlerweise wissen, leben hier sehr viele die mit dem Flugzeug abgestürzt sind. Einige heben ab und fliegen, alles geht gut, sie starten ihre Reise in die Fremde und wir sind neidisch, dann kommen einige auch wieder zurück, davon einige die die Kontrolle am Flughafen nicht bestanden haben, einige bei denen es technische Schwierigkeiten in der Startphase gab, ein neuer, ein anderer Absturz. Manche von Ihnen versuchen weiter von hier weg zu fliegen, geben den Plan der Weltreise nicht so schnell auf, viele schaffen es tatsächlich, andere bleiben hier und richten sich häußlich ein, idyllisch mit sehr viel Liebe.
Kanada ist gar nicht so schlimm, es ist mehrsprachig und viele Leute sind so herzlich, so nett, man versteht sich. Es gibt vollkommen neue Aus- und Einblicke in ein Leben, dass wir so nie führen wollten. 
Aber auch hier geht die Sonne auf und unter. Auch hier gibt es Lachen und Weinen, gut und schlechte Tage. Die Menschen die dein Absturz-Schicksal teilen, machen es alles erträglicher und irgendwann ist es wieder beinahe normal. Es fühlt sich nach Leben an, nach Genießen, nach Lebensfreude. Man hat überlebt, darüber darf man sich ohne schlechtes Gewissen freuen und erst mal in ein Croissant beißen und dann schwimmen gehen. Wenn man will, fährt man zum Flughafen und guckt wo man am Ende landet. Und es ist okay wenn es die Nächte gibt, in denen einen der Absturz einholt, wieder hochkommt, aber es ist okay, wir haben überlebt.

Das ist die Geschichte wie ich sie fühle, sie empfinde, es auszudrücken, malen, schreiben, tanzen, singen, denken, weinen, lachen... all das sind Formen den Ausdrucks und seine Trauer auszudrücken ist so wichtig! Vergrabt sie nicht in euch sondern sucht euch einen Weg mit ihr. Es ist euer Weg und nur ihr könnt ihn gehen,aber ihr könnt ihn gestalten. Frei, immer wieder neu, mal gradeaus, mal in Kurven, mit immer neuen Kreuzungen. Nicht der Weg ist das Ziel, das Ziel ist der Weg! Ich drück euch!

Montag, 29. Mai 2017

Kinderwunsch-Update

Nach einer stillen Geburt ist der Kinderwunsch einer Frau meist größer denn je. Warum? Unsere Hormone brüllen nach einem Baby, wir waren bereits Mama, unsere Körper hatte ein Kind und plötzlich ohne zu sein, das fühlt sich falsch an. Man ist so unendlich unvollkommen, selbst wenn man sonst alles hat.
Da bringen dir alle Designer-Taschen und Marken-Klamotten dieser Welt nichts, kein Geld der Welt bringt dir dein Baby zurück und kein Geld der Welt macht dich zu 100% schwanger. Natürlich kann man ein Haufen Geld in Ovulationstest und sämtliche Hilfsmittelchen stecken oder sich Fruchtbarkeitsmethoden unterziehen,... doch wenn der Körper nein sagt, dann ist es nein, da ist der Gute einfach extrem unbestechlich.
Ich hatte das Glück 28 Tage nach der Geburt wieder meinen alten Zyklus zu haben, pünktlich und mit einer Länge von 28-30 Tagen seitdem durchgehend. Kenne ich meinen Zyklus also? Ich bin mir da nicht ganz sicher, denn ich benutze keine Ovulationstests mehr und die Temperatur zu messen ist mir als Morgenmuffel einfach unangenehm.  Morgens will ich in Ruhe gelassen werden. Auch von einem Thermometer!
Bei den Ovulationstest kam ich mir vor wie eine kleine Laborratte und zeitlich und örtlich war es für mich einfach nicht wirklich gut umzusetzten.
Es kostet Zeit, Geld und Nerven um es kurz zusammen fassen und ich dachte mir, dass das doch auch leichter gehen muss!
Dann bin ich über die Seiter der lieben HerzBauchWerk auf  AVA gestoßen und war völlig entzückt!
Kurz die Amortisierung berechnet, sprich nach wie viel Monaten rechnet sich die Investierung in das Teil und siehe da. Schneller als gedacht, denn ich kann es nicht nur benutzen um meine fruchtbaren Tage zu erfahren sondern auch in der hoffentlich baldigen Schwangerschaft und nach der Geburt weiter.... Für mich grade als Sternenmama angenehm, denn ich möchte mir so wenig Druck wie nur möglich bei dem Thema Kinderwunsch machen, auch wenn der Wunsch nach einer neuen Schwangerschaft groß ist.
Aber all das drum rum mit den Ovulationstest und der Temperatur und dem ganzen, das nimmt für mich jede Leichtigkeit des Sein mit sich. Jeder Monat endet in akribischem Buchführen und zickigem "WIR MÜSSEN ABER JETZT!!!"....
Doch was ist AVA denn jetzt? Dahinter steckt ein Armband, welches nachts getragen wird und Vitalparameter misst. Anhand dieser Parameter erkennt es ca 5 fruchtbare Tage. Kurz morgens synchronisieren und schwubs weiß ich Bescheid wo ich im Zyklus stehe. Für mich unglaublich praktisch denn am Laptop oder Handy bin ich eh und eine Zyklus-App habe ich auch,.. gut , okay, die benutzt Fr. Morgenmuffel auch nicht. Brauche ich aber mit dem Ava-Armband dann auch nicht mehr, denn das weiß ja schon meine Temperatur und alles. Vergleichbar ist es vielleicht, um es sich vorzustellen mit einem Fitnesstracker wie die fitbits... so zumindest glaube ich.
Bestellt ist es jedenfalls und ich warte sehnsüchtig drauf. Einziger Nachteil war, dass es nur per Kreditkarte gekauft werden kann! Für mich war das ein großer Nachteil, denn ich habe keine, aber da musste eben der Mann meiner Schwester herhalten :D.
Sobald ich das gute Stück habe, was leider etwas dauernd wird, werde ich darüber nochmal ausführlicher berichten, versprochen.
Für mich als Mama ohne Baby aber eine geniale Art recht stressfrei an möglichst viele fruchtbaren Tage zu kommen! Und das ohne mich permanent verrückt machen zu müssen was den Eisprung betrifft und somit auch sicherlich förderlich in Sachen Kinderwunsch. Denn für mich bedeutet es einfach Stress raus, Ava an! (So hoffe ich es doch zumindest, ich bin seeehr gespannt!!)

Perspektivenwechsel

Einfach wie ein Vogel fliegen, die Welt von oben betrachten, manchmal wär's das. Weit in die Ferne blicken und wissen was da auf einen zukommt.
Wenn es kalt wird aufplustern und im Sommer früh morgens die Sonner begrüßen und in scharfen Kurven durch die Lüfte saußen.
Von oben aus betrachtet wirkt die Welt anders und betrachte ich mich selbst mal von oben, losgelöst von meinen eigenen Gedanken und Gefühlen, dann wirke auch ich anders.
Natürlich kann man sich jetzt fragen, was die Alte will. "Losgelöst sich selber betrachten..." mhm...sicher.... aber der Versuch ist es wert. Es bedarf  nicht mal einer gespaltenen Persönlichkeit, so viel sei verraten höhöhö. :D
Aber bei dem ganzen aufreibenden (Lebens-)Weg tut es manchmal gut, denn der Verlust des eigenen Babys und alles was folgt ist ja nicht grade eine Wanderung durch ein wunderschönes Tal mit immergrünen Wiesen und kleinen Fabelwesen die von Blume zu Blume hüpfen.
Es ist vielmehr oft steinig, steil und kalt und ziemlich oft ohne das geringste bisschen Grün, Stürme sind an der Tagesordnung. Aber da gibt es dennoch ein klein wenig Magie und hat man diese erstmal gefunden, dann wird es besser. Dann sieht man hier und da mal glitzernde Lichtbrechungen, die erahnen lassen, dass da noch so viel mehr ist als man im Moment sieht. Tipp: kennt jemand japanische Steingärten? Denkt mal drüber nach.... sind eigentlich nur ein Haufen Steine...dennoch ziemlich berühmt...
Aber zurück zur Perspektive und dem Wechsel selbiger. Es war Muttertag, unser 1. Hochzeitstag am selben Tag und nun Vatertag. Es waren nicht die strahlensten Tage, aber es waren auch nicht die tristesten Tage, Mittelmaß, aber gutes Mittelmaß.
Ich habe mit meinem Göttergatte darüber gesprochen, dass ich sauer bin auf meine Oma und auch auf unser Goldstückchen... Wie er nun so ist, hat er mich erst angeguckt als wäre ich eine entflohene Psychotante aus der Geschloßenen und dann hat er mich in den Arm genommen und gefragt ob ich eigentlich in letzter Zeit öfter Anfälle von Dümmlichkeit habe.
Für diese Art liebe ich ihn sehr, denn Bemitleiden ist nicht so meins. Jedenfalls hat er mich und meine Gedanken aus einer völlig anderen Perspektive betrachtet als ich mich selbst und das war unglaublich aufschlussreich.
Ich lebe mein Leben ja nach der goldenen Regel:" Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem Andren zu.....", und ich lebe sehr gut damit, denn somit habe ich in jeder Situation einen Lei(d/)tfaden (lacht nicht, manchmal ist das wirklich ein Leidfaden, wenn die anderen nicht danach leben und man umgeben von Kackbratzen ist). Es ist meine moralische Ampel und ich glaube auch an Karma - bist du böse, kommt es auf dich zurück, also sei gut. So, ihr wisst was mir passiert ist und selbst ein Spatzenhirn kann sich denken, was ich seitdem gedacht habe...:"Was zur Hölle habe ich getan????". Denn das woran ich glaubte, hatte mir kräftig in den Allerwertesten gebissen, ist mir quasi an die Gurgel gegangen. Immer und immer wieder habe ich mich gefragt was ich getan habe, warum meine Oma mich und Goldstück nicht beschützt hat.
Und dann kam mein Mann, dieses wundervolle Wesen und klärte mich Monate danach auf, dass ich doch mal in die umgekehrte Richtung denken könnte. Was wenn wir so vor viel größerem Leid beschützt wurden? Was wenn meine Oma Dinge gesehen hat, da oben aus der Vogelsperpektive, die wir so nie hätten kommen sehen und somit selbst diesen Weg als besser erachtet hat und das Karma sich dachte: "Hey, komm die knutsch ich jetzt mal auf beiden Backen und beschütze sie vor dem was noch kommt.". Was wenn mein Goldstück lebend ooder erstmal gesund viel, viel mehr Leid erfahren hätte als sie es nun hat?
Ich weiß es nicht, aber der Gedanke hat gut getan, dass ich gar nicht bestraft sondern beschützt wurde. Der Perspektivenwechsel ist nicht leicht, aber sicher auch beim Kinderwunsch sinnvoll und der Angstverarbeitung vor einer neuen Schwangerschaft. Denn Perspetivenwechsel hat immer etwas mit einem Richtungswechsel zu tun, denn sonst könnte man den Blickwinkel ja nicht ändern...
Zum Thema Kinderwunsch gibts demnächst dann auch wieder ein Vertiefung meine Herzis. Ich knutsch euch und wünsche euch einen hoffentlich wunderbaren Wochenstart!

Dienstag, 16. Mai 2017

Brief an meine Tochter (und an meine Oma)

Mein Schatz, am Sonntag war Papas und mein erster Hochzeitstag. Es war auch Muttertag, Ironie kann mein Leben schließlich gell? Vor einem Jahr, hatte ich dich sicher in meinem Bauch und wir waren eine Familie, dein Papa war so stur, denn eine Familie wo ich nicht seine Frau gewesen wäre, sondern "nur" seine Freundin, wäre für ihn nicht in Frage gekommen. Er wollte, dass ich dich als seine Frau bekomme, das war schön, das war so voller Liebe.
Dich unterm Hochzeitskleid zu wissen, wie du mich abends getreten hast, bei der etwas zu scharfen Suppe... wie du mitgezappelt hast beim Hoczeitstanz, die Liebe zum Tanzen hast du definitiv von mir und ich hoffe du bringst die Hüften von der Omi, also deiner Uromi, ordentlich zum shaken.
Eine Familie sind wir ja trotzdem,... irgendwie. Und Muttertag hatte ich trotzdem, da bin ich stur! Richtig fühlt es sich aber trotzdem nicht an, auch wenn es sich nicht falsch anfühlt. Ich bin da etwas hin- und hergerissen.
Auf der einen Seite bin ich stolz und glücklich, weil du ja trotzdem einfach mein Schatz und meine große Liebe bist, eben mein Kind, vollkommen egal ob ich dich im Arm halte oder im Herz. Auf der anderen Seite bin ich wütend. Und ja, ich bin auch etwas wütend auf dich. Darf ich das? Ich glaube schon,... jede Mama ist doch irgendwann mal böse auf ihr Kind. Was heißt böse, aber ich verstehe es nicht?
Ich verstehe etwas nicht, worauf ich nie eine Antwort erhalten werde. Warum  hast du nicht von alleine aufgegeben? Warum musstest du so ein Kämpferchen sein und bist nicht von dir aus gegangen? Warum hast du Oma, nicht auf uns aufgepasst? Denn so gerne ich daran denke, dass ihr da oben sitzt und nun auf uns aufpasst,.. wo ward ihr als ich euch am dringensten brauchte?
Wo seid ihr gewesen, als es darum ging mein Kind vor dieser Krankheit zu schützen? Und wo ward ihr als ich dazu gezwungen war mein Kind in mir umbringen zu lassen? Passt ihr also auf mich auf? Und wenn ja, warum bin ich dann noch nicht schwanger?
Es fällt mir schwer im Moment.... Ich bin sauer ja. Ich zweifle immer noch nicht daran, für dich das Richtige getan zu haben Liebling, keine Sekunde. Aber, ich habe die Sicherheit meiner Gebärmutter schändlich verletzt.
Wie gesagt, ich bin mir dennoch sicher das Richtige getan zu haben, du hättest niemals von dir aus aufgeben, denn du bist wie ich. Stur und ein Stehaufmännchen. Diesesmal musste ich dich also vor mir schützen oder besser gesagt vor dem, was du von mir hast, denn du hast keine Ahnung was da draußen auf dich gewartet hätte, so viel ist sicher. Ich hatte diese Ahnung, sogar diese Gewissheit und ich habe mich schon immer vor den Schutzlosen gestellt, lieber ertrage ich die Schmerzen als du.
Und Oma, ja ich bin wütend, du hast mich schonmal alleine gelassen, hier unten und nun wieder? Weiß Gott, ich liebe dich, du bist meine Oma und ich fühle mich dir so nah, ich trage dich in jeder meiner Zellen, dein Armband zieh ich nicht mal zum schlafen aus und Marie hat es berührt auf dieser Welt, aber wieso verdammt nochmal passt du nicht auf uns auf??? Wolltest du etwas von mir auch da oben haben? Denn nur dann könnte ich dir das verzeihen und verstehen, denn ich vermisse dich hier unten schmerzlich auch nach noch so vielen Jahren, aber ich kenne keine andere Omi die so oft ihre Enkelin im Traum besucht wie du mich, ich habe keine Ahnung wie oft ich dein Parfüm rieche und deine Hand auf meinem Kopf spüre. Ich bin ja nicht mal esotherisch, aber ich fühle dich Oma, genauso wie ich dich spüre mein Schatz. Aber was habt ihr zwei mir da denn nur angetan ihr Verrückten?
Und dann komme ich plötzlich auf ein Video, darin geht es um Kinderseelen, die wieder gegangen sind. Jede Mama sucht ja irgendwie ein klein wenig Halt in diesem Glauhen, an die nicht verlorene Seele ihres Kindes. Ich auch, auch wenn es rein wissenschaftlich sein kann, dass da einfach nichts ist. Aber nichts genaues weiß man nicht, heißt es doch so schön.
In diesem Video sagte jedenfalls die eine sehr sympathische Schweizerin, dass es Kämpferseelen gibt, die hochsensible Frauen auf die Mutterschaft vorbereiten. Die Energie von diesen Kindern ist gewaltig, zu gewaltig für die feinstoffliche Energiewelt einer sensiblen Frau. Dieser Kriegerseelen kommen also in die Gebärmutter und bereiten vor, ihr Weg war nie der irdische, sie sind rein zur Vorbereitung der Frau auf die Mutterschaft gedacht und sobald dieser Prozess erfüllt ist, kehren sie um. Diese Kriegerseelen verschaffen der Frau eine oft erschwerte Schwangerschaft... Und ja, man dreht sich alles gerne hin, damit es passt, aber es passt auf uns!  Warst du so eine Kriegerseele mein Schatz? Denn ja, wenn du eins gemacht hast, dann mich auf das Muttersein vorzubereiten! Und niemand weiß besser als ich, was es heißt über 7 Monate eine mehr als innige Beziehug mit der Toilette zu führen, egal um welche Uhrzeit.
Umgekehrt bist du am Tag nachdem ich mich bereit gefühlt habe endlich dich als mein gesundes Kind anzunehmen, mich selber voll und ganz als Mutter zu sehen.
Ich glaube ich bin bereiter Mutter zu werden, als ich es bei dir jemals war und dafür bin ich unendlich dankbar, denn ich habe das Wunder, das da dahinter steckt erkannt und begriffen.
Und mir ist aufgegangen, dass ich mich bei meiner Gebärmutter entschuldigen muss, denn was ich ihr angetan habe, sollte nicht passieren müssen, auch mein Mann hat sich bei ihr entschuldigt und ich hoffe sie kann uns dreien und auch dir Omi verzeihen!
Was schön ist, dass ich euch nicht lange sauer sein kann, weil ich euch dafür viel zu sehr liebe und ich es schön finde, dass ihr zwei euch habt, die zwei Herzensmenschen meiner Seele. Ich bin dankbar für euch und ich liebe euch, nichts erhellt die Täler und Senken meines Lebens so sehr wie ihr und nichts reflektiert so schön wie ihr im Sonnenlicht ganz oben.
Und danke für die wunderschönen Muttagsgeschenke! Erst lasst ihr es bei Sonnenschein regnen, so dass die Tropfen wie funkelnde Diamanten aussehen, dann fliegen mein Schmetterlingsbaby und mein Hummel-Zukunftsbaby beim Spaziergang mit mir und zum Teil sogar auf mir (dein Flügelschlagen neben mein Ohr war Balsam für meine Seele) und Meister Storch hat sich die Ehre auch nicht nehmen lassen und stackst einfach stur neben mir den Weg lang und das obwohl ich einen Hund dabei habe, der ihn komischerweise völlig ignoriert. Ich habe euch wahrgenommen.
Jetzt muss die Mama weiter arbeiten, aber das musste ich nun loswerden. Pass gut auf mein Goldstück auf, Omi! Ich liebe euch beide mehr als ich es mit Worten ausdrücken könnte! <3


Mittwoch, 10. Mai 2017

Sonnenschein, ins Herz hinein

Tjaaaaaaaa, liebe Freunde wie soll ich es beschreiben? Die Sonne und meine Laune leben in Symbiose... also vermutlich. Kaum scheint heute wieder so richtig die Sonne, erhellt sich auch meine Laune und weg ist die trübe-Tassen Stimmung.
Zugegeben in letzter Zeit war ich so etwas wie der Dumbledore der Akademimimimimimiiiiiiii,... ja sorry, auch die beste Laune geht mal auf Reisen, aber here I'am. Laut Backstreet-Boys schmetternd bin ich heute morgen schon durch die Gegend gegurkt und war ganz verzückt von jedem Sonnenstrahl, der die Netzhaut verbrannt hat. Das Spiel der Reise nach Jerusalem hab ich mal wieder erfolgreich versaut verloren, aber was soll's, hätte es diesen Monat  geklappt wäre hier was faul gewesen, denn ihr hätte mich dann Jungfrau Maria nennen müssen. Jedenfalls war kein Platz mehr im Bus für Schwangere frei, aber was soll's. Ich hab eh mein eigenes Auto und kann fahren wann ich will.
Und falls ihr euch grade fragt, was die Alte eingeworfen hat, es waren Sonnenstrahlen, ganz einfach und die Sache mit der Reise nach Jerusalem ist im Grunde auch recht logisch für Kompliziert-Denker. In meiner Verkorkstheit stelle ich mir das Schwangerwerden wie die Reise nach Jerusalem vor. Viele Bekloppte laufen um ein paar Stühle rum und wenn die Musik aufhört fällt der Großteil auf den Boden und nur wenige haben einen Platz bekommen, macht Sinn oder? :-D
Aber man ist nicht alleine, hört Musik und rennt in der nächsten Runde wieder dümmlich im Kreis in der Hoffnung einen Platz zu bekommen und wie im echten Leben schubst dich auch mal jemand wieder vom Stuhl auf dem du saßt. Wir Runtergeschubsten bilden dann nochmal ein extra Spiel.
Ansonsten, dreht sich das Rad wieder und ich bin sehr froh, dass meine eigene Anwesenheit für euch und mich nicht mehr so nervig ist! :-)
Demnächst ist Fastenbrechen angesagt wenn ich die magische Marke erreicht haben, den heiligen Grahl, den güldenen goldenen Kelch. Dann geht's an den Aufbau und infolgedessen an die Ernährungsumstellung, fit for baby oder so. Nicht, dass ich mich sonderlich unfit fühlen würde und ich meine, mit nichts kann man sich die Figur so gut runinieren wie mit einem Baby aber egal, ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt und wenn ich diesen Sommer mal Moppel-skinny sein möchte, dann ranz ich halt mit weniger Speck auf den Hüften durch den Sommer. ("Ranzen" ist ein Wort welches ich gerne als Verb verwende um zu verdeutlichen wie man seinen Bauch durch die Gegend schiebt, mal mehr mal weniger wabbelig. Gelernt habe ich es übrigens in meiner Wahlheimat am Bodensee, ulkig die Sprache, aber liebenswert.) Um den Rest kann sich ja dann wieder mein Zukunfts-Ich kümmern. Außerdem, wenns schon nichts mit dem Baby wird demnächst, dann doch bitte mit dem Körper.
Gut, zugegeben die Gelüste einer Badewanne voller Tortellini und mir, die sind da, aber ich denke mit einem "Bescheißerle"-Tag, kann ich das schon kompensieren. Den Rest der Woche gibt es nämlich  gesund und lecker. (Lasst mir bitte die Vorstellung von einem total disziplinierten Esser :-D)
Und wenn die Aufbau-Phase nach dem Fasten und die Ernährungsumstellung erfolfgreich war, dann geh ich wieder ins aktive Gehibbel.
Meinem Goldstück dem geht es übrigens gut, die Anzahl an Freunden wächst wie ich höre da oben und ihre Uromas haben jede Menge mit ihr zu tun. Mein kleiner Leuchtestern, mein geliebter. Manchmal nagt es und ich will sie selber durchknuddel, aber dann knutsche ich eben stellvertretend ihr Bild ab oder fresse meine Nichte auf. Das hilft ungemein! :-)
Die Trauerphase ist also offiziel somit beendet, "Rückschläge" die ich so aber nicht nennen möchte, sind erlaubt und erwünscht, denn solche Phasen hat man als Sternenmama nunmal.
Macht es euch schön, suhlt euch in Sonnenstrahlen und gönnt euch ein Spaghetti-Eis stellvertretend für mich! Dicken Drücker!!

Donnerstag, 4. Mai 2017

Zwischen den Welten

Ja, zugegeben, gestern war ich arg garstig. Der Beitrag richtet sich um das kurz zu sagen, null gegen Mamas die einfach lieb trösten wollen und einfach ein paar liebe Worte schenken möchten.
Nein, alles fing damit an, dass ich eine Bekannte traf. Die erzählte mir von ihrer Tochter, ein paar Monate jünger als mein Goldstück jetzt wäre und jammerte wie aaaanstrengend das Leben mit Kind sei und hätte sie das vorher gewusst, hätte sie es sich nochmal überlegt.. hmpf.. erster Treffer.
Dann Gequassel, dass sie nicht zum Nägel machen gehen kann...- joar juckt mich nicht, sorry-, dachte ich nur... und dann erzählte sie mir, dass sie meine Geschichte ja einer anderen Mutter erzählt hat und man sich ja nur als Mutter mit lebendem Kind vorstellen kann, was es heißt...- hmmm joar, ich bin mir sicher du kannst meine/unsere Gefühle sichi besser nachvollziehen als wir selbst....-
Dann fing sie an, dass ihre Tochte Schwierigkeiten hat mit dem Bäuerchen... und ich habe ihr einen Tipp gegeben, was sie doch mal versuchen soll, der Tipp kam aus meinem Geburtvorbereitungskurs und ja, er hat sowohl meiner Nichte geholfen, als auch der Kleinen einer Freundin. Ich weiß also, dass er helfen kann,...
Und was macht die Kuh? Blafft mich an, ob ich mich da nicht etwas überschätze, einer Mutter einen Tipp zu geben, ich selbst wäre ja keine Mama...
Ich habe mich umgedreht und bin gegangen und doch hatte ich danach Frust und musste ihn mir von der Seele schreiben. Solche Mütter gehen gar nicht sorry! Zumindest für mich nicht. Ich hoffe ihr versteht welche Art von Mensch ich da gestern gemeint habe...
Denn ja, es stimmt ja, ich bin zwischen den Welten. Meine Art des Mutter-seins, wird von dem Großteil der Gesellschaft nicht verstanden. Mama ohne Baby ist eine Oxymoron, etwas was ja eigentlich nicht möglich ist. Entweder du hast ein Kind und bist Mama oder du hast keins und bist nicht Mama, so die Definition. Aber doch sind wir Mamas, wir schenken dem Rest der Welt das Funkeln der Nacht mit unseren Sternenkindern und so sind unsere Kinder zwar nicht sichtbar in der eigentlichen Kinderform aber doch zu sehen. Unsere Kinder brauchen den Kontrast des Nachthimmels um aus dem Dunkeln unserer trauernden Seele zu erstrahlen.
Bei Tageslicht haben die wenigsten Angst, erst in der Nacht kommen die Schattenmonster, erinnere mich an meine eigene Kindheit, irgendwer muss da ja helfen und da kommen wir ins Spiel, wir bringen Licht ins Dunkel, dort wo es am Dunkelsten ist, fängt etwas an zu strahlen, das sind unsere Kinder.
Den inneren Konflikt bei der Geburt, den muss ich keiner Sternenmama erklären, man ist glücklich wie nie und doch traurig wie selten (Die Sportfreunde Stiller bringen diese Gefühle übrigens für mich auf den Punkt mit ihrem Lied "Zwischen den Welten".)..... Jetzt driften meine Gedanken wieder ab.. sorry. :-)
Noch ein kurzes Fastenupdate von mir: Ich mache viel Sport, es geht mir  sehr gut, Arztcheck war hervorragend! Das freut mich, denn gesund und überwacht sollte Fasten sein! Allerdings schlabbert-wabbert mein Körper jetzt irgendwie mehr, was etwas demotivierend ist, denn ich geb mir echt alles für meine Verhältnisse beim Sport, aber jaaa, gut Ding will Weile haben oder so. Mein Göttergatte macht ja auch mit und während man es mir noch gar nicht richtig ansieht, hat er sich quasi halbiert in den zwei Wochen... unfair oder?  Ich hör jetzt mal noch ein bisschen die Sportis in Dauerschleife mit "Zwischen den Welten" und rödel weiter....
Und fühlt euch alle gedrückt!!!

Mittwoch, 3. Mai 2017

Mama zweiter Klasse?

Hätte ich gewusst wie anstrengend es ist Mama eines Sternekinds zu sein, hätte ich's mir vielleicht nochmal überlegt höhö... So oder so ähnliche Sätze hört man nicht von uns. Keine Sternenmama sagt so etwas glaube ich. Fakt ist aber, es ist verdammt anstrengend eine Sternenmama zu sein, denn wir haben ein Trauerbaby und das ist ein High-End-Need-Baby und Überraschung: dieses Baby wischt die Übermüdung, die schlaflosen Nächte und alles andere nicht mit einem kleinen Lächeln weg.
Und dennoch werden wir, vor allem die Sternenmamas ohne weiteres Kind, behandelt wie Mamas zweiter Klasse.
Uns kann ja jeder reinreden was gut für uns ist, jeder kann verstehen wie es uns geht und jeder weiß was uns gut tun würde und wie wir weiter machen sollen. Ein, zwei, drei gesunde Kinder im Arm, nie erfahren was es bedeutet sein Kind zu verlieren, aber ihr könnt uns verstehen. Ernsthaft?
Wenn ihr Probleme habt mit euren Kindern, dann fragt ihr uns doch auch nicht nach Rat. Ihr geht davon aus, dass wir keine Ahnung vom Mutter sein haben, obwohl wir genauso Intuition haben, genauso Mama sind. Ihr nehmt uns nur nicht als diese wahr.
Tatsächliche ist Sternenmama ein Job wie der jeder Mama, nur motiviert uns kein kleines Speckhändchend, das da rumpatscht, kein Babygegluckse oder auch mal Geschreie. Bei uns bleibt es ruhig und diese Ruhe brüllt uns förmlich an, Tag für Tag, Nacht für Nacht.
Mein High.End-Need-Baby wird demnächst 8 Monate und ja ich habe mich in dieser Zeit selbst gegeiselt. Nur darauf bedacht, dass es wieder voran geht und ich glaube viele von uns machen dies so. Ich wollte alles richtig machen, niemand sollte etwas falsches von mir denken, schließlich liebe ich mein Kind doch. Mal ausspannen, runter kommen roch nach Gefahr, nach Vernachlässigung meines Sternenbabys, ohne sie in den Urlaub fahren war unvorstellbar, als ob ich es nicht verdient hätte. Ich konnte es einfach nicht und wollte einen Alltag mit möglichst vielen geregelten Abläufen. 6 Uhr aufstehen, mit dem Hund rausgehen, 8-19 Uhr ins Büro meines Mannes, Haushalt nach Plan und aus Zwang natürlich mich um mich selbst kümmern, waren mein Ablaufkorsett in das ich mich hineinzwängte. Ich wollte alles richtig machen, vieles habe ich auch mit Sicherheit richtig gemacht. Ich habe die Stabilität wieder, habe eine große Veränderung durchgemacht in dieser Zeit, bin die Gleiche geblieben, nur völlig anders.
Und jetzt plane ich einen Urlaub. Jawohl, ich lasse endlich los. Dieser Monat, ohne dem Kinderwunsch aktiv nachzugehen entspant mich unglaublich, denn diesen Monat habe ich so losgelassen.
Ja, ich lasse mein Kind gehen, ich gehe ohne Trauerbaby in den Urlaub, ich bin frei und ungebunden, so mein Gefühl. Diese kleine Seele die ich in meinem Herzen trage, halte ich nun nicht mehr verzweifelt fest, ich kann sie loslassen in der Hoffnung, dass sie dennoch bei mir bleibt. Aber weil sie es will, nicht weil ich sie an mir festkette. Ich habe so viel über mich als Mama gelernt und ja ich betone immer wieder: Ich BIN Mama. Ohne Wenn und Aber. Mein Trauerbaby macht vielleicht nicht in die Windeln, aber wir haben so irgendwie schon genug schei* am Bein....
Ich bitte euch Mama, seid sensibler, eine Sternen-Mutter unterscheidet sicht nicht von anderen Müttern, wir haben Kinder wie ihr sie habt, nur eben anders. Aber ihr seid es die bei uns mitredet,  es gut mit uns meint im Fall der Fälle obwohl ihr es nicht nachfühlen könnt, also dürfen wir auch bei euch, ok?