Dienstag, 25. April 2017

Sternenmamas halten zusammen

Erschreckend wie viele neue Sternenmamas im Moment dazu kommen. So viel frisches Leid, so viel Tränen, so viel zerbrochene Herzen, wenn ich könnte würde ich jeder einzelnen diesen Schmerz abnehmen, den doch niemand fühlen sollte!
Im Herzen bin ich bei euch, bewundere euch für eure Stärke, grade bei den Mamas die noch nicht im körperlichen Sinne reif für die Gebrut waren und nun diesen Einleitungskampf gewinnen müssen bis der Körper loslassen kann, was eigentlich noch nicht zur Geburt freigegeben war.
Es macht mir bewusst wie viel Glück ich mit meiner Blitzgeburt hatte, auch wenn es mit Sicherheit daran lag, dass ich schon eben in der Zeit war für eine normale Geburt und meine Hebamme meinen Muttermund mit Globuli weich gemacht hatte.

Seid euch gewiss, ihr seid niemals alleine, wir Sternenmamas halten zusammen, wissen was wir fühlen dürfen, müssen und sollen. Wir sind füreinander da, wir sind stark für euch wenn ihr selber es nicht seid, seien könnt. Wie dankbar bin ich im Moment diesen Weg bereits hinter mir sehen zu können,mein Schmerz ist im Gegensatz schon sieben Monate alt und bekommt Zähnchen und beißt auch mal zurück wenns ihm zu viel wird.

Was kann ich für euch tun? Die ihr da draußen um jeden Zentimeter der Muttermundöffnung und der Eröffnungswehen kämpft, obwohl ihr nicht wollt.
Ich kann euch sagen, dass ihr es schaffen werdet! Diese Liebe zu eurem Kind ist bedingungslos, ihr nehmt da eine Liebe mit, die eine normale Mutter niemals spüren wird, eine Liebe die weit über das Leben hinaus geht! Ihr gebärt die Sterne die die Nacht erhellen, sie so unendlich magisch und schön machen!
Vielleicht denkt ihr euch, pfff ich hätte die Art von Liebe lieber niemals spüren wollen und wäre bei der normalen Mutterliebe geblieben und ihr habt recht! Wären wir alle, aber wir haben keine Wahl mehr. Also klammert euch an jeden positiven Satz der halbwegs Sinn für euch macht! Denn er wird euch tragen, wenn ich euch selber nicht mehr tragen könnt. Ein schlauer Mensch sagte mal: " Das Problem ist nicht das Problem sondern der Umgang damit." Und es stimmt.
Ja, niemand hat euch gefragt ob ihr das wollt, es ist der vollkommene Kontrollverlust was da passiert und es ist mitunter das schlimmste Gefühl und es ist nicht beschreibbar, nur wir Sternenmamas wissen wie es sich anfühlt. Aber in diesem ganzen Chaos bleibt euch die Entscheidung wie ihr damit umgehen wollt.  Denn die Entscheidung wieder den Kopf zu heben nach einer Weile die liegt bei euch, die kann euch keiner abnehmen.
Ihr werdet so viel stärker aus dieser Tragödie rausgehen, als ihr es euch jemals vorstellen hättet können! Ihr seid der Phönix aus der Asche, ihr werdet niedergebrannt vom Leben aber ihr werdet wieder aufstehen, schöner und stärker als je zuvor! Seid stolz auf das was ihr da geleistet habt!
Jede Sternemama weiß um diese unendliche Kraft und wir sind hier. Wir sind nicht nur eine Statistik von etwas, dass keiner hören möchte, wir sind die Überlebenden nach dem Sturm! Wir sind real und wir sind so viele!

Ich bin im Herzen fest bei jeder einzelnen von euch, besonders aber im Moment bei der kleinen Fine!
Du und deine Mama ihr werdet das schaffen! Du bist bereits auf deinem Sternchen da oben angekommen, du leuchtest deiner Mama den Weg, du bist wunderschön, ihr alle seid wunderschön.
Papa Mond passt auf euch auf da oben, erstrahlt die Nacht, wir Sternenmamas lieben euch so wie ihr seid, so fern und doch näher als alles andere.
Bitte, liebe frischgebackenen Sternenmamas zerbrecht nicht an diesem grausamen Anfangsschmerz! Ihr könnt ihn verwandeln, mit ihm arbeiten, ihr habt nun ein Trauerbaby, ihr dürft  und müsst euch darum kümmern und ich bin gerne bereit jederzeit für euch da zu sein!

In unendlicher Liebe für jede Sternenmama und jede Sternenmama die da noch kommen mag! Wir sind hier, wir sind da, wir halten zusammen!






Montag, 17. April 2017

Ostern als Neugeburt?

Karfreitag war zugegeben ein blöder Tag. Ich habe das Goldstück unglaublich doll vermisst, Ostern, da hätte sie doch ein Ei anmalen sollen, ihr erstes, zusammen mit ihrer Nichte. Geht aber nicht. Trotzdem war mir einfach alles zu viel. Genervt von der Eileiterschwangerschaft, der Tatsache, dass das Goldstück nicht da ist, habe ich daraufhin beschlossen den Kinderwunsch die nächsten Monate erst mal auf Eis zu legen und mich ganz auf mich und nur auf mich zu konzentrieren. Eisprungsanzeichen deuten und hibbeln -bis bald, ich bin erst mal raus.
Unpraktische aber schöne Oberteile die rufen: "Ich habe kein Kind an der Hand!!", ziehen mich im Moment magisch an.
Und dann kommt die Figur.... Das Spiegelbild. Ich mag mich, aber ich habe zugelegt. Von den ehemals 68kg ist nichts mehr zu sehen. Ich hatte kurz vor meiner ersten Schwangerschaft durch Fasten viel an Gewicht verloren und war so stolz auf meinen Körper. Dann hat mir die Schwangerschaft nicht nur die Figur wieder genommen sondern auch mein Baby und jetzt steh ich da.... Ich gebe zu, Essen hat mich in letzter Zeit getröstet. Warm, weich und lecker hat es das Gefühl der Leere immer zeitweise genommen. Noch bin ich nicht sonderlich übergewichtig bei einer Größe von 1,72 aber der Weg in diese Richtung ist definitiv der Falsche.
Nun soll also alles auf Anfang gestellt werden. Fasten bedeutet für mich ein Neustart, eine Wiedergeburt des eigenen ichs. Die Aufmerksamkeit wird nach innen gerichtet, der Körper verarbeitet und bearbeitet nicht. Ich habe mich beim letzten Fasten sehr wohl gefühlt und dieses Gefühl suche ich wieder. Ich habe mich dennoch davor gedrückt die letzten Monate. Zu groß der Gedanke, dass doch aber vielleicht der nächste Zyklus DER Glückszyklus sein könnte.
Mit der Eileiterschwangerschaft ist der Bogen für mich persönlich jedoch erst mal überspannt. So möchte ich momentan kein weiteres Kind bekommen, nicht schwanger werden. Erstmal wieder muss ich nun mit mir körperlich ins Reine kommen, denn meine Seele und mein Körper sind im Moment einfach nicht eins und das ist falsch.
Dann hatte ich Angst, dass Fasten vielleicht zellteilungsgestörte Eizellen "ausmistet" und somit Gendefekte oder so etwas beeinflussen. Nach Gesprächen mit Humangenetikern und anderen Ärzten bin ich davon wieder abgerückt und höre auf mein Gefühl. Ostern endet also für mich mit einer eigenen kleinen Neugeburt. Eine Art der eigenen Wiederfindung. Die Wahrnehmung verbessern, regenerieren, arbeiten, aber auch mal faul sein, Sport machen, sich und anderen gut tun.... Danach werden wir weitersehen... In meinem Kopf ist eine bestimmte Zahl die ich erreichen will.
Selbstverständlich geht es hierbei auch um Kontrolle die ich zurück haben will. Denn die stille Geburt, der Fetozid, die Trisomie18 und die Eileiterschwangerschaft sowie der Kinderwunsch entzogen sich jeder Kontrolle. Ich konnte es nicht beeinflussen, hatte keine Kontrolle. Nein, zum Kinderwunsch in den nächsten Monaten und ja, zum Fasten, gibt mir die Kontrolle wieder, denn ich kann wieder entscheiden.
Auf also in einen neuen Abschnitt, ein neues Abenteuer, ich bin sehr gespannt was die nächsten Wochen bewirken, ob ich genug Willen dafür habe.... Es bleibt spannend für mich. 🌅⏰🔜

Donnerstag, 13. April 2017

traditionell ausgeflippt - Dinge die ich von meine Tochter lerne

Einerseits bin ich ja sehr traditonell eingstellt was Werte belangt, Heimchen-am-Herd-Heimatfilme-Fantasien könnten mich da bereits verraten haben. Andererseit bin ich bei gewissen Dingen total offen um es mal ganz hipp zusagen "voll ausgeflippt" oder bin ich damit schon wieder out und es müsste "fly" heißen? Hm.. lassen wir das.
Werte jedenfalls bedeuten mir eine Menge, meine Familie die ich mir grade aufbaue bedeutet mir eine Menge! Zusammenhalt und Ehrlichkeit, sowie Loyalität und  Vertrauen sind Grundpfeiler in Beziehungen die ich eingehe. Ist das nicht vorhanden, wird das nichts mit mir. Konnte es noch nie, denn ich bin misstrauisch. Wenn ich jedoch mein Herzchen öffne, dann hat der andere verloren, denn drinnen ist drinnen und kommt dann raus, dass ich falsch lag, kann ich es einfach nicht glauben. Ehrlich, ich bin treu-doof, ich kann mir beim besten Willen einfach nicht vorstellen, dass jemand sich geändert hat oder aber einfach ein unerkanntes Arschgesicht war.
Passiert ist mir dies zum Glück bisher nur einmal und da war ich ein Teenager und hätte die Anzeichen deuten können, wollte ich aber nicht.

Zu diesen besagten Werten gehört auch meine Ehe. Ohne Ehe keine Kinder. Dabei ist mir nicht mal wichtig ob es eine Ehe auf dem Papier ist oder aber ein gefühlte Ehe, mir geht es um die traditionellen Werte einer Ehe. Heutzutage heiraten viele, denn sich scheiden zu lassen ist verdammt einfach. Aber für mich bedeutet eine Ehe tatsächlich für immer. Selbst wenn ich dich hasse, bleibe ich bei dir und arbeite solange an mir und du an dir und wir an uns bis wir wieder funktionieren und ich dich liebe. Es heißt: "Ich habe mich entschieden, aus dem tiefsten Inneren meine Herzes und meines Hirns.".
Keine: "Alles klar, im Moment läufts super, lass mal heiraten, an morgen denke ich nicht, wenns schief geht, gehts schief, ich bin eine moderne Frau und kann mich scheiden lassen!"-Nummer, die gibt es bei mir nicht. Ich habe diesen jemand mit all seinen Fehlern geheiratet und nicht nur seine tollen und positiven Seiten und umgekehrt ist das genauso. Nicht nur ich habe mich ja auf Lebenszeit verpflichtet den anderen zu ertragen sondernd er ja andersrum auch (und ich bin, wie so die meisten Frauen auch nicht immer total einfach).
Die Liebe muss auch  gar nicht immer taufrisch sein, sie kann mal einen Durchhänger haben. Mal liebt man sich eben weniger und das ist okay solange man bereit ist, sich jederzeit wieder neu in den anderen zu verlieben.
Eine Liebe in der Ehe wandelt sich, wie die Menschen auch. Eine wirken mit 30 bereits wie Urgroßeltern und Urgroßeltern können wiederum wie 30 wirken und frisch und lebenslustig und aufgeschlossen sein. "Wir haben es nicht geschafft.", in einer Ehe, bedeutet ein Stück weit auch: "Wir waren nicht bereit dazu es zu schaffen.". Für denjenigen der die Entscheidung trifft ist es vollkommen richtig, grade dann wenn die Ehe mit dem Herzen geschlossen wurde und vielleicht nicht mit dem Hirn zusammen. Dann bekommt man eine neue Chance sich einen Partner zu suchen wo Herz und Hirn: "JA!!!" brüllen.
Deswegen finde ich sollte eine Ehe entstehen (ob auf dem Papier oder nicht, vollkommen Wurst- für die Vegetarier Käse) bevor Kinder entstehen. Für Kinder sollte man sich mit Herz und Hirn entscheiden, finde ich. Denn spätestens dann wirds doch haarig, wenn man den oder die Falsche erwischt hat. Kinder verändern die Beziehung grundlegen und ja, da hört meine Erfahrung auf, ich weiß nur wie es sich anfühlt eine Ehe mit einem Sternenbaby zu führen. Das zumindest fühlt sich sehr gut an, denn so etwas zusammen durchzustehen ist wirklich nicht leicht. Manchmal guckt man den anderen an und sieht das Goldstück, das tut weh. Manchmal kommen Gedanken, dass wenn man den anderen nicht kennen gelernt hätte, man niemals dieses Leid durchmachen hätte müssen. Eine Trennung wäre so oft so viel leichter gewesen, aber dann stand da auf dem Grunde des Ehehauses  dieses massive Fundament, unkaputtbar, gemacht um alles zu überstehen.
Auf dieses Fundament können wir bauen, Luftschlößer, Steinbungalows, Blockhütten, Fertighäuser und Stadtvillen, wir können ausgeflippt sein, denn wir haben eine Basis die uns hällt.
Ausgeflippt oder eben anders kann eine Ehe trotz traditioneller Werte allemal sein. Ein Beispiel?
Ich sehe es nicht zwangsläufig als Pflicht an, dass mein Mann mich mein ganzes Leben lang als einzige sexuell begehrt. Sollte er mal mit 45  tierisch Bock auf eine rassige, spargeldürre Rothaarige haben, bitte. Für was gibt es Freudenhäuser? Das haben wir besprochen, wenn einer mal Bedürfnisse hat, dann sprechen wir darüber und wir werden eine Lösung finden. Die Leute die es wissen, halten das für verrückt, aber ich finde es nicht schlimm und es war sogar meine Idee.Für mich ist es eine Dienstleistung, die Olle wird bestimmt danach nicht anrufen und ihn mir ausspannen wollen, so viel ist sicher. Es ist ein Bedürfniss was befriedigt werden würde, wenn es denn auftritt.
Etwas völlig anderes wäre eine Affäre für mich, geistige Bindung an eine andere Frau wäre der Inbegriff  der totalen Zerstörung für mich. Alles woran ich glaube, würde zerstört werden und das weiß mein Mann. Es gibt nichst worüber man nicht mit mir reden kann. Dieses Wissen möchte ich auch an meine Zukunftskinder geben.
Ich mache mir viele Gedanken darüber wie ich als Mama gerne sein möchte, über meine eigene Kindheit und Werte und Normen die mir wichtig sind. Frei, wild und verrückt kann man irgendwie ja nur sein, wenn man einen Papa auf einer Tackatuckainsel hat, der einem einen Koffer Gold schickt und das in regelmäßgen Abständen. In anderen Worten: Sicherheit. Kinder können, so stelle ich es mir vor, nur dann wirklich loslassen, wenn sie sicher sind aufgefangen zu werden. Dazu gehört die Grenzen zu kennen, die eigenen und die des anderen. Klettere ich 100 m hoch, dann weiß ich, dass es schwer wird mich zu fangen, klettere ich aber an der gemeinsamen Grenze und kenne deren Wert, dann werde ich gefangen, egal von welcher Stelle ich falle. Meine Kinder sollen in dieser Welt normal werden. Das reicht mir. Sie sollen Kinder sein, sie müssen nicht Mandarin beherrschen mit 5 Jahren, Geige, Cello und Zitter (voll retrooo) spielen und ein Virtuose der frühkindlichen Medienbeherrschung sein. Sie sollen wissen, wir sind da, als Mama und Papa,als Basis. Auf uns können sie all ihre Luftschlösser bauen, wenn es zusammen bricht sind wir da,fangen auf, selbst wenn wir ihnen gesagt haben, dass es nicht hält. Vertrauen in die eigenen Fehler und das Vertrauen etwas richtig falsch machen zu können, daraus zu lernen. Ein Gefühl für Werte entwickeln, sich an sich selbst reiben und entwickeln. Das sind die Dinge die mir als Mama wichtig sind, glücklich zusammen wachsen als Familie, zusammen wachsen und zusammenwachsen. Ich will gar keine perfekte Mama sein, ich will schließlich keine perfekten Kinder, ich möchte liebevolle Kinder und eine liebevolle Mama sein. Was bringt mir Perfektionismus wenn die Liebe oder Wärme fehlt? Vier Wände und ein Dachen ergeben schließlich auch nicht einfach so ein Zuhause.
Darüber wie ich als Mama sein möchte, habe ich mir vor Goldstück keine Gedanken gemacht, ich wäre einfach Mama geworden, statt bereits eine zu sein. Meine Tochter bringt mir so viel bei, so viel über mich und das Leben als Mama. Dinge, die ich ohne sie vielleicht niemals gelernt hätte und ja bei dem Gedanken platzt mir die Brust fast vor Stolz, denn da ist sie, nur ein Wimpernschlag entfernt und hängt wie ein kleines Affenbaby an meinem Herz. WIr sind eine ganz normale kleine Familie, mein Mann, mein Hund, meine Tochter und ich, auch wenn unsere Tochter für viele Augen nicht sichtbar ist.

Dienstag, 11. April 2017

Stark sein kann nur wer Pausen macht

Und getreu dem Motto brauche ich nun wieder ein Pause, muss langsamer machen, mich selber wieder bei der Hand nehmen und festhalten. Rote Ampeln heißen "Stopp, bleib stehen!".
Ich persönlich liebe Ampeln, ich weiß nicht wie viel Kilometer ich an Umwegen schon drauf habe nur um eine Straße an einer Ampel überqueren zu können. Ich habe Angst vor Straßen, keine Ahnung warum, aber es ist sehr anstrengend mit mir einfach über eine Straße laufen zu wollen... Selbst mein Göttergatte nimmt mich mittlerweile bei der Hand und zieht mich mit rüber, sonst bleibt Mutti nämlich wie ein sturer Esel stehen und guckt erst mal drei mal nach links und nach rechts und traut sich dann doch nicht. Schließlich könnte im nächsten Ort vielleicht grade ein Auto losgefahren sein.
Ja so ist das mit mir! Sicherheit, überall suche ich Sicherheit und dass es beim Kinderwunsch und Schwanger werden und Schwanger bleiben keine Sicherheit gibt, ja, das nimmt mich mit.
Im Moment habe ich einen kleinen Durchhänger, seit Monaten basteln wir am Zukunftsbaby rum und es will einfach nicht klappen. Dann denke ich mir, okay, dass es die Monate direkt danach nicht geklappt hat war okay. Vertraue deinem Körper, wenn er soweit ist, wird das wieder was. Um mich herum werden gefühlt alle schwanger nur ich bleibe auf der Strecke.
Dann war da plötzlich dieser zweiter Strich, zart, dünn und rosa und mein Gefühl sagte mir: "Sorry, nein, dass war nichts." Und ich habe meinem Gefühl vertraut, denn es hat mir  bei Goldstück auch das Richtige gesagt, nur habe ich mich beeinflussen lassen. Diesemal bin ich direkt zum Frauenarzt und habe gesagt, dass ich schwanger bin aber etwas nicht stimmt. Und so war es auch, Eileiterschwangerschaft. Ich weiß, dass das passiert, es gab eine Art Pille danach, die löst starke Abbruchblutungen aus und gut ist. Aber verdammt nochmal, es ist doch nicht fair! Nun sitze ich hier, fühle mich wie beim Schächter und grummel vor mich rum. Der direkte Plan danach war sich bei der Sesamstraße als Rumpel anzumelden: Leben in der Tonne, permanent mies gelaunt und wirklich JEDEN anraunzen,.. voll mein Ding grad.
Und dann ärgere ich mich, denn alle negativ Gedanken bringen mich nicht voran, verbittern einen. Die Frage nach dem WARUM, die ist der schlimmste Feind, dass verspreche ich euch, denn es wird keine Antwort darauf geben, warum wir, warum dieses Kind, warum kann danach nicht alles gut werden.
Aber es nervt mich, ich könnte doch auch vollkommen anders damit umgehen, aber nein, ich arbeite hart um mich nicht unterkriegen zu lassen, finde selbst im schlimmsten Schlammloch irgendetwas was mir gefällt und  mich aufheitert und dann das. Keiner kann mir glaubhaft erklären, dass er dabei so etwas wie Gerechtigkeit gibt.
Was mir hilft ist reine Beschränkung auf die Fakten. Ich bin eine Frau. Ich bin 26. Gebährfähig, denn ich war bereits auf natürlichem Wege schwanger. Mein Kind hatte einen genetischen Defekt, das passiert. Genmutationen sind Sprünge der Natur, nicht schlecht und nicht gut, nur eine Anomalie die die Natur eben hervorbringt. Auch der aufrechte Gang ist eine Mutation. Würde Trismoie18 langens Leben und Superkräfte bedeuten würde sich kein Mensch beschwerden. Aber Mutationen sind eben da und sie sind letztendlich der Sache der Entwicklung dienlich. Trail and Error. Eine Eileiterschwangerschaft kommt vor. Das ist nicht vollkommen ungewöhnliches und steht in keinem Zusammenhang. Es ist keine richtige Schwangerschaft. Sie muss in jedem Fall sofort beendet werden.
Die Eileiterschwangerschaft belastet mich nicht wirklich, ich zähle sie nicht als Schwangerschaft, es geht trotzdem seinen normalen Gang und mein Mann weiß nicht mal was davon. Was würde ihm dieses Wissen bringen und Mitleid wo kein Leid ist brauche ich nicht.
Aber ich bin angefressen. Von meinem Wunsch nach einem Kind. Von den Umständen. Es nervt mich und ich brauche eine Pause. Ich will ein Wein trinken können ohne darüber nachzudenken. Ich will Sport machen ohne den Gedanken ob es sich lohnt, das Studioabo wirklich zu verlängern, weil man KÖNNTE ja schwanger werden. Miteinander schlafen weil es grad günstig ist, statt miteinander zu schlafen weil man es gerne möchte.
Ich wollte eh nie ein Winterbaby haben also setzt ich mich jetzt einfach hin, lehn den Rücken gegen die Ampel und lasse sie grün und rot werden. Mir egal, sollen andere über die Straße gehen. Ich nicht, ich mach jetzt Pause und mal was für mich und zwar nur für mich und nicht für den Kinderwunsch. Amen.

Donnerstag, 6. April 2017

Stark aus einer stillen Geburt gehen

Ich empfand meine stille Geburt als sehr schön, dass muss ich euch nicht nochmal erzählen. Nie hat man jemals im Leben so eine Chance, Gelegenheit, Zeit sich selber kennen zu lernen. Man bringt irgendwie sich selbst, seine Ängste, seine Träume neben seinem Kind mit auf die Welt. Man wird neu geboren, denn das alte Selbst gibt es danach nicht mehr. Was ist man für ein Mensch, wie geht man mit dem ganzen um, wenn das Kind still zur Welt kommt?
Es hilft manchmal in einer Phase der traurigen Klarheit in die Vogelperspektive zu wechseln. Was ist da überhaupt passiert, wie sitze ich da unten, welche Gefühle gehören zu mir und welche sind einfach übergeschwappte Trauer.

Ich musste mir eingestehen, dass meine eigene Trauer irgendwann besser wurde und ich mich dem Leben wieder öffnen wollte, dies aber für unangebracht hielt.
Als frischgebackene Sternenmama steht man unter Beobachtung, manchmal mehr als eine frischgebackenen Nicht-Sternenmama. Wie gehen wir damit um? Heulen wir? Vernachlässigen wir uns? Sind wir gefährdet? Zerbricht die Beziehung? Lachen wir etwa?
Ich habe mich dem entzogen, indem ich einfach gar keinen gesehen habe außer meiner Hebamme und meinem Mann. Für mich war das Schutz den ich brauchte.
Ich saß viel auf der Couch und habe die Punkte der Raufaser betrachtet, immer und immer wieder. Habe stur immer wieder die gleichen Folgen einer Serie geguckt. Es gab mir Sicherheit. Die Serie verlief, selbstverständlich, immer gleich, war für mich beständig in der immer gleichen Abfolge von Sätzen und Bildern. Die Raufasertapete genauso. Der Mensch neigt dazu Muster zu bauen oder diesen zu folgen. Das Gehirn vervollständigt permanent eigentlich alles was es sieht. Kleine Auslassungen ergänzt es sinnvoll von ganz alleine. Muster beruhigen das Gehirn, lassen es runter kommen, helfen ihm. Wir sind dazu geboren in Mustern zu Leben, es heißt nicht umsonst auch Verhaltensmuster. Achtet mal drauf, überall sind Muster, Verhaltensweisen, sprachliche Muster, Spinnennetze, Bienewaben, Eiskristalle, Musik, Fingerabdrücke,...

Meine Gedanken haben sich in dieser Sucht nach Mustern verselbstständigt und irgendwann habe ich mich selber wie einen besonders seltenen Schmetterling betrachtet. Fasziniert davon wieviel Farben der Verlust meiner Tochter hat.
Etwas kaputte Flügel hatte dieser seltene Schmetterling, aber die hat mein Hirn als Muster einfach wieder ganz gemacht. Da waren so viele Gefühlsnuancen, fein differenziert. Es gibt so viele Arten von Gefühlen die man fühlt: Schmerz, Wut, Glück und Liebe und viele mehr.  Gefühle die man nach einer stillen Geburt alle hat. Ich habe die Nuancen der Gefühle dann mal grob nach Kategorien rausgefiltert:

Einmal natürlich die Vernichtung, die sehr dunkel ist, klebrig, sumpfig, betäubend, schmerzhaft.
Es kommt wenig Licht zu ihr, wie schwere, alte Kellergemäuer die über dir zusammen brechen. Wirst du nicht von Schutt und Asche begraben, nimmt dir eben der Staub die Luft zum atmen, du hast das Gefühl das Leben ist so viel weiter weg.

Dann die Berauschende, gleißend, blendend, windig kommt sie daher, vermeintlich hell erkennst du endlich etwas und lässt  dich in all der Dunkelheit natürlich darauf ein. Aber sie reißt dich mit, unterwirft dich, entzieht dir die Kontrolle.
Berauschenden Gefühlen kannst du nicht viel entgegensetzen, sie überkommen dich, ein wilder Ritt auf einem ungezähmten Pferd, ein Rausch aus Substanzen die du weder kennst noch wirklich verträgst. Der Fall kann tief werden aber in dem Moment ist egal, es ist die pure Vorstufe der Vernichtung.

Die Leise,... ihre Farbe ist unwirklich, nicht greifbar, sie ist etwas lähmend, verzögernd, unverständlich. Wie ein Glimmen in einem wirklich, wirklichen tiefen See mit eiskaltem Wasser. Wie ein starkes Schmerzmittel, du weißt da ist etwas, eine tiefes Gefühl, kommst aber nicht dran. Es macht dich nicht glücklicher, nicht zufriedender, aber eben auch nicht unglücklicher oder wütender, sie lässt dich wenigsten einigermaßen funktionieren. Atmen und die wichtigtsen Alltagsarbeiten lassen sich erledigen.


Dann ist da noch die Beständige, nichts besonderes, weder aufbauend noch niederschmetternd, eine Konstante, die man kennt, der man vertrauen kann. Warme, dunkle Farben aus Samt. Mit beständigen Gefühlen kann man gut leben, man lernt sie kennen und mit ihnen umzugehen, sie verändern sich nicht groß, brauchen aber eine Weile bis sie ihre endgültige Form angenommen haben. Oft denkt man die Gefühle seien beständig obwohl sie es noch gar nicht waren. Es ist das Gefühl was bleibt, wenn alle anderen weg sind, sie sind am Grunde.


Fehlt noch die Kreative. Meine liebste Form von Schmerz, Wut, Glück oder Liebe. Bunt, mit schönen Farben, nicht zu grell, nicht zu schwach und immer wieder neuzusammensetzend. Das Kaleidoskop unter den Gefühlen. Sie überwindet, bringt in Gang, reapariert, ist ein Arbeitstier, verarbeitend. Ihr wollte ich mich nähern, mich ihr öffnen.

Ich habe gemerkt, dass ich nicht hilflos einfach ausgeliefert bin, wenn ich mir selber zuhöre, ich kann eine Wahl treffen. Ich kann aktiv werden, dafür sorgen, dass sich mein Leben mir anpasst und nicht ich mich dem Leben. Das war mein gedanklicher Befreiungsschlag. Die Kreativität strotzt im Elend nur so vor Kraft, so geht es mir jedenfalls. Bin ich glücklich mümmel ich eigentlich am liebsten irgendwo mit einem Buch statt selber etwas in Gang zu setzten.
Was nach der stillen Geburt mit mir passierte war wie eine Kernschmelze, die Atome habe sich verbunden. Untrennbar, ich und meine Tochter. Eine Verbindung weit über das Leben hinaus. Den Tod besiegend.  Eine ungeheure Kraft wurde frei, ich stehe unter Strom und bin auf die Halbwertszeit gespannt. Zerfalle ich? Irgendwann mit Sicherheit, unsterblich ist keiner, die Frage ist nur wie ich bis dahin mein Leben gestalte.
Als ich schwanger wurde, habe ich es als Chance gesehen, wollte die 3 Jahre Elternzeit nutzen um mich neu zu orientieren. Mit Kind. Nun mache ich genau das, ich orientiere mich neu, mit Kind, meiner Sternentochter.Ich dachte erst, dass ich um diese Neufindung betrogen wurde, passiv, es wurde mir zugefügt. Aber Neufindung geht von mir selbst aus, aktiv. Meine stille Geburt ist mein Kraft- und Ruhepol. Wann immer ich das Gefühl habe, dem ganzen nicht gewachsen zu sein, denke ich an die Geburt von mir und meiner Tochter zurück. Diese unbändige Kraft, diese nicht enden wollende Liebe! Das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Stärke. Ich kann es nicht anders beschreiben, ich bin erwacht, ich bin ich, ich bin neu auf die Welt gekommen, ich hatte mein eigenes Herz in den Händen als ich meine Tochter im Arm hatte und sie hat es mir wieder eingesetzt.
Ihre kleine Hand konnte ich nicht lange genug halten, aber mein Herz hält sie für immer.
Selbstbestimmt Leben ist nichts was man erlernen kann, man kann nur angeleitet werden auf dem eigenen Weg der Erkenntnis. Das eigene Lebensmuster zu entdecken ist sehr spannend und erfordert Mut. Es bedeutet Vetrauen in sich zu setzen, auch dann wenn es kein anderer tut. Entscheidungen zu treffen die andere nicht verstehen können, aber das ist okay, denn wir können die Lebensmuster der anderen nicht sehen oder nur die allerwenigsten.
Ja, so seltsam es klingen mag, ich ziehe eine wahnsinnige Kraft aus der stillen Geburt, denn eine stille Geburt verschiebt den Fokus. Da ist kein Kind, da bist nur du mit dir alleine wenn du die Augen zu machst. Nur du. Was machst du?  Gehst du unter oder schwimmst du? Kämpfst du oder verlierst du? Und los.

Sonntag, 2. April 2017

Gedanken, Gefühle und ein bisschen Kinderwunsch

Tot sein.... Gestorben sein.... Für mich gibt es da einen großen, gefühlten Unterschied. Vielleicht denkt man sich im ersten Moment:"Halt, Stopp mal, ist doch dasselbe....ist doch gleich....?". Mein Linguistenherz fängt an zu hüpfen und möchte rufen, dass das Gleiche und dasselbe eben nicht gleichbedeutend sind, mein Hirn sagt, ich soll die Klappe halten.
Mein Tochter ist zwar tot, aber nicht gestorben für mich. Rein vom faktischen ist bzw. "wurde" sie gestorben durch den Fetozid, klar, aaaaaber....
Für mich bedeutet "tot sein" nicht mehr physisch hier zu sein. Ich kann sie nicht optisch sehen, nicht anfassen, riechen oder ihr einen Kuss geben. Es heißt aber auch, dass andere einen vermissen, an einen denken, man Erinnerungen hinterlassen hat.
"Gestorben sein" ist hingegen doch irgendwie anders für mich. Wir sagen nicht umsonst: "Du bist für mich gestorben.", wenn wir eigentlich meinen, dass wir nichts mehr mit dem anderen zu tun haben wollen, ihn vergessen möchten, aus unserem Leben und unseren Erinnerungen, zumindest aus den schönen, streichen wollen.
Goldstück ist also nicht gestorben auch nicht für mich, wenn dann schon bitte DURCH mich, für die Leute die mich so schrecklich gerne als Kindsmörderin betrachten. Ja.. Buh! Erschreckt? Ihr seid ahnungslos und für mich auch recht hirnfrei, bitte da habt ihr's. Und wenn ihr so weiter macht, dann hetz ich euch den lieben Gott auf den Hals, der kann die Leute ganz wunderbar krank machen, in seiner unendlichen Weisheit, wie man an meiner Tochter sehen kann. Also seid lieber mal so nett und freundlich wie es euch gepredigt wird, sonst wird der Große da oben euch vielleicht auch dissen, mobben, keine Gnade zuteil kommen lassen.
Entschuldigt den kleinen schriftlichen Ausraster, aber es musste mal gesagt werden, dank einigen sehr gemeinen, trotzdem vermeintlich christlichen Menschen, die fiese Emails schreiben.
So jetzt habe ich den Faden verloren... Dumm gelaufen, wäre ich mal tiefenentspannt geblieben!😝
Wie auch immer, Goldstück ist super, Mama hat ganz viele Erinnerungen an dich und du bist tot, nicht gestorben, keine Angst kleine Maus!
Da ich den Faden verloren habe, noch ein anderes Thema ansprechen wollte, selbstverständlich, komme ich zum Thema Kinderwunsch. Da wurde ich gefragt wie denn der Zwischenstand wäre. Kurz um, wir sind dabei, ich mal mehr, mal weniger frustriert, wenn die Tage kommen, aber ansonsten deutlich entspannter. Bei mir ist nun körperlich und emotional alles so wie es sein sollte und darüber freuen wir uns. Am Anfang habe ich Kinderwunschtee getrunken, der mir aber nichts gebracht hat. Ich öle mir ab und an den Bauch mit einer eigenen Mischung aus ätherischen Ölen ein und diesen Zyklus haben wir es mal mit Ritex versucht. Soll die Schwimmerchen ja schützen und unterstützen was Haltbarkeit und DNA betrifft. Jetzt heißt es warten, aber ich glaube nicht, die letzten Monate war's schließlich auch kein Treffer. Und ohne Erwartungen trifft's einen auch nicht ganz so hart, wenn es mal wieder ein Satz mit X war.
Achso, ja, ich nehme natürlich trotzdem Folsäure, B-Vitamine und Eisen nehme ich auch, weil dort ein Mangel festgestellt wurde und es wohl wichtig bei Kinderwunsch ist. Das ich Eisenmangel habe wundert mich allerdings nicht, erst die Geburt, dann habe ich jeden Monat das Gefühl zu verbluten und dann die permanente Blutabnahme wegen der Schilddrüse (da muss ich gleich wieder hin😫 ich hab doch so Angst vor Nadeln ....😖).
In diesem Sinne, einen super Wochenstart und tut euch was gutes! 😘 ich heule jetzt ganz erwachsen die Arztpraxis zusammen bei der Blutabnahme!💪💉😿

Samstag, 1. April 2017

20 facts about me ;-)

Einige die mir so lieb per Email schreiben, wollen ja gerne mehr über mich wissen.
Ich kann das verstehen, ich will auch immer gerne wissen mit wem ich es da zu tun habe:
Also hier einige Fakten über mich:

1.: Ich bin am 02.09.1990 geboren um Punkt 12 Uhr Mittags. Eigentlich also ein Sonntags-Sonnen-Glückskind.

2.: 26 Jahre und 7 Tage später am 09.09.2016 bin ich Mama vom Goldstück geworden, meinem Sternenmädchen

3.: Ich habe Linguistik studiert in Konstanz und nebenbei Grundschullehramt in der Schweiz in Kreuzlingen begonnen, das habe ich aber nur ein Semester durchgehalten und auch recht schnell gemerkt, dass Lehrerin zwar ein schöner Beruf ist, aber die Eltern mich zu sehr nerven, denn jeder Kevin war irgendwie plötzlich hochbegabt. Linguistik habe ich allerdings fertig studiert.

4.: Ich finde es lustig, dass jeder denkt Linguistik sei "Sprachen studieren" und auch Orthographie gehört (leider) nicht zum Lehrplan.

5.: Meine Zeichensetzung ist eher kafkaesk, ich setzte Sinn-Kommas, mit den Kommaregeln stand ich schon immer auf Kriegsfuß.

6.:Meine Abifächer waren Deutsch, Mathe, Französisch und Kunst. Mein mündliches Abi habe ich zum Thema "Organspende" gehalten.

7.: Ich bin ein echtes Frankfurter Würstschä! (Bevor ich dann von meinen Eltern nach Baden-Württemberg verschleppt wurde). Nichts gibt mir mehr Heimatgefühl als echtes Frankfurter-Hessisch.

8.: Ich vertrage kein Alkohol, ein Glas Sekt und ich schlafe ein.

9.: Ich mag Hunde mehr als Menschen!

10.: Ich konnte, meiner Oma nach, bereits mit 4 Jahren lesen. Mit 10 hatte ich bereits die komplette Kinderabteilung der Stadtbücherei durchgelesen, so dass meine Mutter aus Verzweiflung Biografien aus der Erwachsenenabteilung für mich geholt hat, ich war und bin süchtig nach lesen.

11.: Ich war ein introvertiertes Kind und meine Schwester hat eigentlich als Kind immer für mich gesprochen (Gina denkt, Gina meint, Gina will sagen...) War mir eigentlich immer egal ob das stimmte was sie so sagte, hauptsache ich wurde in Ruhe gelassen.

12.: Statt zu reden oder im Mittelpunkt zu stehen, beobachte ich lieber.

13.: Ich töpfere, nähe, sticke, fotografiere und bastel gerne und viel und hätte furchtbar gern ein altes Häuschen mit Bauerngarten und Wiese um es wieder zum Leben zu erwecken. 😍

14.:Um zu verstecken, dass ich traurig oder verletzt bin, werde ich dann oft sehr kalt und provozierend.

15.:Ich liebe Heimatfilme, Disneyfilme und Sissi! Ich wäre echt zu gern eine aus den Heimatfilmen, immer im Kleidchen über die Wiese hüpfen, singen und dann voll romantisch irgendwo ne Kuh melken oder so. Alle lieb, nett und total freundlich und überhaupt..... Früher In Heimatfilmen war alles besser!😜

16.:Ich habe jahrelang kein Fleisch gegessen und auch jetzt esse ich nur sehr wenig, Geschmack und Konsistenz sind einfach nicht meins.

17.:Wir wären ohne das Goldstück noch nicht verheiratet und ich habe meinem Mann nach Goldstücks Tod angeboten, dass er sich scheiden lassen kann, wenn er möchte. Er hätte nochmal die Chance bekommen alles zu überdenken und könnte sein Leben noch mal ganz neu ordnen, ich würde ihm nicht im Weg stehen. Er hat nur gelacht und mich an sich gezogen. Glück gehabt :-D!

18.:Ich fühle und höre viel von den Gedanken und Gefühlen anderer Menschen und weiß manchmal Dinge die ich eigentlich nicht wissen kann. Da ich allerdings mehr auf der Seite "der Wissenschaft" stehe, frage ich mich manchmal ob ich nicht einfach nur bekloppt bin und es halt viele Zufälle sind.

19.:Mir gehen diese Hokospokus-spirituellen-yogamachenden-Esotheriker auf den Geist! Entweder du bist wirklich so oder du lässt es bleiben. Ich habe in meinem ehemaligen Job öfter mit diesen zu tun gehabt und noch nie SO unentspannte Leute gesehen hinter der Fassade.

20.:Ich bin völlig vernarrt in meinen Hund! Ich habe für ihn auf eine geschenkte Karibikkreuzfahrt  verzichtet. Er ist mehr wie ein kleiner Mensch, wahnsinnig intelligent und braucht enorm viel Zuneigung. Er braucht Körperkontakt und schläft neben mir ausgestreckt im Bett. Sein Kopf auf dem Kissen, der Körper unter der Decke. Gott, ich liebe dieses Vieh!

So, da habt ihr sie, die Infos über mich. Das ich gerne gut esse, dekoriere, schreibe und die ganzen Standards hab ich mal weggelassen... Ich mein wer isst schon gerne schlecht, lebt im Dreck und hat einen Blog obwohl er schreiben hasst? 😶 Also nicht erwähnenswert.
Solltet ihr noch mehr wissen wollen, dann fragt. Ansonsten habt einen wundervollen Sonntag ohne zu große Trauer. Fühlt euch gedrückt!